Eiweiß Muskelaufbau: Wie viel Protein brauchst du wirklich? | Eiweißpur.de

Wer Muskeln aufbauen will, kommt an einer Frage nicht vorbei: Wie viel Eiweiß brauche ich tatsächlich pro Tag? Die Antwort ist weniger kompliziert, als viele Fitness-Influencer vermitteln. Trotzdem gibt es wichtige Unterschiede je nach Trainingsziel, Körpergewicht und Lebenssituation.

In diesem Artikel erfährst du, welche Proteinmenge die Wissenschaft für den Muskelaufbau empfiehlt, welche Quellen besonders geeignet sind und wann du dein Eiweiß am besten zu dir nimmst. Alle Angaben basieren auf aktuellen Empfehlungen der DGE und internationaler Sporternährungsforschung.

Warum Eiweiß für den Muskelaufbau so wichtig ist

Proteine bestehen aus Aminosäuren. Diese Aminosäuren sind die Bausteine deiner Muskulatur. Ohne eine ausreichende Proteinzufuhr kann dein Körper nach dem Training keine neuen Muskelfasern reparieren oder aufbauen.

Der Prozess funktioniert so: Krafttraining verursacht mikroskopisch kleine Risse in den Muskelfasern. Dein Körper repariert diese Risse und baut dabei die Fasern dicker und stärker auf. Für diesen Reparaturprozess braucht er Aminosäuren aus der Nahrung. Besonders wichtig sind die sogenannten essenziellen Aminosäuren. Neun Aminosäuren kann dein Körper nicht selbst herstellen. Du musst sie über die Nahrung aufnehmen.

Leucin spielt dabei eine Schlüsselrolle, weil es die Muskelproteinsynthese direkt stimuliert. Die Muskelproteinsynthese (MPS) beschreibt den Prozess, bei dem dein Körper neue Muskelproteine bildet. Nach einer proteinreichen Mahlzeit steigt die MPS für etwa 3 bis 5 Stunden an. Danach sinkt sie wieder auf das Ausgangsniveau. Um den ganzen Tag über eine erhöhte MPS aufrechtzuerhalten, solltest du deine Proteinzufuhr auf mehrere Mahlzeiten verteilen. Studien zeigen, dass 4 bis 5 proteinreiche Mahlzeiten pro Tag optimal sind.

Wie viel Eiweiß pro Tag für den Muskelaufbau?

Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt für gesunde Erwachsene 0,8 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Diese Empfehlung richtet sich allerdings an Personen ohne besondere sportliche Ambitionen.

Für Sportler und speziell für den Muskelaufbau gelten höhere Werte. Die Internationale Gesellschaft für Sporternährung (ISSN) empfiehlt 1,6 bis 2,2 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag für optimalen Muskelaufbau.

Körpergewicht Minimum (1,6 g/kg) Optimal (2,0 g/kg) Maximum (2,2 g/kg)
60 kg 96 g 120 g 132 g
70 kg 112 g 140 g 154 g
80 kg 128 g 160 g 176 g
90 kg 144 g 180 g 198 g
100 kg 160 g 200 g 220 g

Eine Meta-Analyse von Schoenfeld und Aragon (2018) kam zu dem Ergebnis, dass Proteinmengen über 1,6 g/kg/Tag keinen statistisch signifikanten zusätzlichen Vorteil für den Muskelaufbau bringen. Für viele Trainierende reichen also bereits 1,6 bis 1,8 g/kg aus. Bestimmte Gruppen profitieren allerdings von einer höheren Proteinzufuhr am oberen Ende des Spektrums (2,0 bis 2,2 g/kg): Personen in einer Kaloriendefizit-Phase, fortgeschrittene Athleten mit hohem Trainingsvolumen, ältere Sportler ab 50 Jahren und Anfänger in den ersten 6 bis 12 Monaten des Trainings.

Die besten Eiweißquellen für den Muskelaufbau

Nicht jedes Eiweiß ist gleich. Die Qualität einer Proteinquelle hängt davon ab, wie gut dein Körper die enthaltenen Aminosäuren verwerten kann. Wissenschaftler messen das mit dem DIAAS-Score (Digestible Indispensable Amino Acid Score).

Tierische Proteinquellen enthalten in der Regel alle essenziellen Aminosäuren in ausreichender Menge. Sie haben eine hohe biologische Wertigkeit und werden vom Körper effizient verwertet.

Lebensmittel Eiweiß pro 100 g Biologische Wertigkeit
Hähnchenbrust 31 g 80
Magerquark 13 g 81
Thunfisch 26 g 83
Eier (Vollei) 13 g 100
Rindfleisch (mager) 26 g 92
Lachs 20 g 75
Skyr 11 g 77

Pflanzliche Proteinquellen haben oft ein unvollständiges Aminosäureprofil. Durch geschickte Kombination kannst du dieses Defizit aber problemlos ausgleichen. Die Kombination von Hülsenfrüchten und Getreide ergibt beispielsweise ein vollständiges Aminosäureprofil. Gute pflanzliche Quellen sind Linsen (24 g pro 100 g), Kichererbsen (19 g), Tofu (15 g), Tempeh (19 g), Sojabohnen (36 g), Haferflocken (13 g) und Quinoa (14 g).

Proteinverteilung, Timing und Supplements

Die Gesamtmenge an Eiweiß pro Tag ist der wichtigste Faktor. Aber auch die Verteilung spielt eine Rolle für den Muskelaufbau. Forschungen zeigen, dass eine gleichmäßige Verteilung auf 4 bis 5 Mahlzeiten die MPS besser stimuliert als 1 bis 2 große Proteinportionen.

Pro Mahlzeit solltest du mindestens 20 bis 40 g hochwertiges Eiweiß zu dir nehmen. Unter 20 g wird die Muskelproteinsynthese nicht optimal stimuliert. Über 40 g pro Einzelmahlzeit bringt in den meisten Fällen keinen zusätzlichen Vorteil.

Für eine Person mit 80 kg Körpergewicht, die 160 g Eiweiß pro Tag anstrebt, sieht eine optimale Verteilung so aus: Frühstück 35 g (z. B. Magerquark mit Haferflocken), Mittagessen 40 g (z. B. Hähnchenbrust mit Reis und Gemüse), Nachmittagssnack 25 g (z. B. Proteinshake oder Skyr), Abendessen 40 g (z. B. Lachs mit Kartoffeln), Spätmahlzeit 20 g (z. B. Hüttenkäse oder Casein-Shake).

Das sogenannte anabole Fenster ist größer als früher angenommen. Du musst nicht innerhalb von 30 Minuten nach dem Training einen Shake trinken. Studien zeigen, dass das Fenster für die optimale Proteinaufnahme nach dem Training mindestens 2 bis 3 Stunden beträgt. Wichtiger als das exakte Timing ist die Gesamtmenge.

Eiweißpulver sind kein Muss. Sie sind ein Nahrungsergänzungsmittel, also eine Ergänzung zur normalen Ernährung. Wer seinen Proteinbedarf über normale Lebensmittel decken kann, braucht kein Pulver. Ein Eiweißpulver kann aber in folgenden Situationen praktisch sein: Du schaffst es nicht, deinen Bedarf über normale Mahlzeiten zu decken; du brauchst eine schnelle Proteinquelle direkt nach dem Training; du bist unterwegs; oder du befindest dich in einer Diätphase und willst Kalorien sparen.

Whey Protein (Molkenprotein) ist die am besten untersuchte Form von Eiweißpulver. Es wird schnell verdaut, hat ein hervorragendes Aminosäureprofil und einen hohen Leucin-Anteil. Für die Nacht eignet sich Casein besser, weil es langsamer verdaut wird. Achte bei der Auswahl auf mindestens 80 Prozent Proteingehalt pro Portion, wenig Zuckerzusatz und eine kurze Zutatenliste.

Häufige Fehler und Mythen beim Eiweiß für den Muskelaufbau

Selbst erfahrene Sportler machen beim Thema Protein regelmäßig Fehler. Viele Menschen frühstücken kohlenhydratreich, aber proteinarm. Ein Brötchen mit Marmelade enthält kaum Eiweiß. So verschenkst du die erste Gelegenheit des Tages, die Muskelproteinsynthese zu aktivieren.

120 g Eiweiß auf einmal zu essen ist weniger effektiv als die gleiche Menge auf 4 Mahlzeiten zu verteilen. Dein Körper kann pro Mahlzeit nur eine begrenzte Menge an Aminosäuren für die Muskelproteinsynthese nutzen.

Eiweiß allein baut keine Muskeln auf. Du brauchst einen leichten Kalorienüberschuss von 200 bis 500 kcal pro Tag, um effektiv Muskelmasse aufzubauen. Ohne ausreichend Gesamtenergie nutzt auch die beste Proteinversorgung wenig. Und 30 g Eiweiß aus Weizenbrot sind nicht gleichwertig mit 30 g Eiweiß aus Hähnchenbrust. Die Aminosäurezusammensetzung und die Verdaulichkeit unterscheiden sich erheblich.

Was die Mythen betrifft: Bei gesunden Personen gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass eine Proteinzufuhr von 2,0 bis 2,2 g/kg die Nieren schädigt. Studien mit Proteinmengen bis zu 4,4 g/kg über mehrere Monate zeigten keine negativen Auswirkungen auf die Nierenfunktion bei gesunden Probanden. Personen mit bestehender Nierenerkrankung sollten allerdings ihre Proteinzufuhr mit einem Arzt absprechen.

Der Mythos, dass der Körper nur 30 g Eiweiß pro Mahlzeit aufnehmen kann, ist ebenfalls falsch. Dein Körper kann deutlich mehr als 30 g pro Mahlzeit aufnehmen und verwerten. Die 30-g-Grenze bezieht sich auf die maximale Stimulation der Muskelproteinsynthese in einer einzelnen Mahlzeit. Überschüssiges Protein wird trotzdem verdaut und für andere Körperfunktionen genutzt.

Pflanzliches Eiweiß kann den Muskelaufbau genauso unterstützen wie tierisches Protein. Die Voraussetzung: Du kombinierst verschiedene pflanzliche Quellen und erreichst die empfohlene Gesamtmenge. Sojaprotein schneidet in Studien vergleichbar mit Whey ab.

Eiweiß Muskelaufbau: Sonderfälle

Während einer Kalorienrestriktion steigt der Proteinbedarf. Der Körper neigt dazu, Muskelmasse abzubauen, wenn nicht genügend Aminosäuren verfügbar sind. Studien empfehlen in einer Diät 2,0 bis 2,4 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. Je niedriger der Körperfettanteil, desto höher sollte die Proteinzufuhr sein.

Frauen brauchen die gleiche Proteinmenge pro Kilogramm Körpergewicht wie Männer. Da Frauen im Durchschnitt leichter sind, ist die absolute Menge natürlich geringer. Eine 60 kg schwere Frau mit dem Ziel Muskelaufbau sollte 96 bis 132 g Eiweiß pro Tag anvisieren.

Ab dem 50. Lebensjahr nimmt die Muskelproteinsynthese ab (anabole Resistenz). Ältere Sportler brauchen pro Mahlzeit höhere Proteindosen (30 bis 40 g), um die gleiche MPS-Stimulation zu erreichen wie jüngere Athleten. Die Tagesgesamtmenge sollte mindestens 1,6 g/kg betragen, besser 2,0 g/kg.

FAQ: Eiweiß Muskelaufbau - Wie viel brauchst du?

Wie viel Gramm Eiweiß brauche ich pro Tag für den Muskelaufbau? Für optimalen Muskelaufbau empfehlen Experten 1,6 bis 2,2 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Das sind bei einem 80 kg schweren Mann 128 bis 176 g Eiweiß täglich. Studien zeigen, dass 1,6 g/kg bereits den Großteil des Muskelaufbau-Potenzials ausschöpfen.

Ist zu viel Eiweiß schlecht für den Muskelaufbau? Nein, zu viel Eiweiß ist nicht direkt schlecht für den Muskelaufbau. Mengen über 2,2 g/kg bringen allerdings keinen zusätzlichen Vorteil. Der Überschuss wird als Energiequelle verbrannt oder ausgeschieden.

Muss ich für den Muskelaufbau Proteinshakes trinken? Nein, Proteinshakes sind keine Pflicht. Sie sind ein praktisches Werkzeug, um die Proteinzufuhr zu erhöhen, wenn du es über normale Mahlzeiten nicht schaffst. Eine ausgewogene Ernährung mit proteinreichen Lebensmitteln kann den Bedarf problemlos decken.

Wann sollte ich Eiweiß für den Muskelaufbau zu mir nehmen? Die Gesamtmenge pro Tag ist wichtiger als das exakte Timing. Verteile dein Eiweiß gleichmäßig auf 4 bis 5 Mahlzeiten. Im Umfeld des Trainings (2 Stunden vorher bis 2 Stunden nachher) sollte eine proteinreiche Mahlzeit liegen.

Reicht Eiweiß allein für den Muskelaufbau? Nein. Eiweiß ist ein wichtiger Baustein, aber ohne ausreichend Kalorien (leichter Überschuss von 200 bis 500 kcal), konsequentes Krafttraining und genügend Schlaf (7 bis 9 Stunden) wirst du keine optimalen Ergebnisse erzielen.

Wie viel Eiweiß brauche ich als Anfänger für den Muskelaufbau? Anfänger profitieren bereits von 1,6 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. Da Anfänger schneller Muskeln aufbauen als Fortgeschrittene, ist eine gute Proteinversorgung in den ersten Trainingsmonaten besonders wichtig. Mehr als 2,0 g/kg ist in der Regel nicht nötig.

Nährwertvergleich

Alle Proteinquellen im direkten Vergleich

Transparente Nährwertangaben pro 30-g-Portion — unabhängig laborgeprüft, chargenweise zertifiziert. So findest du das Protein, das zu deinem Ziel passt.

Nährwertangaben pro 30 g Portion — alle Werte durch unabhängige Laboranalyse bestätigt
Produkt Protein Kalorien Fett Zucker BCAA Löslichkeit
Bestseller Whey Isolat Cross-Flow-Mikrofiltration
27,2 g 112 kcal 0,3 g 0,5 g 6,2 g
Whey Konzentrat Klassisch & bewährt
24,0 g 121 kcal 1,8 g 1,2 g 5,5 g
Casein Micellar Langsame Freisetzung — ideal nachts
25,6 g 118 kcal 0,8 g 0,9 g 5,1 g
Vegan Erbsen-Reis-Protein Pflanzliches Komplettprotein
23,4 g 125 kcal 2,1 g 0,4 g 4,8 g
Mehrkomponenten-Protein Whey + Casein + Ei — zeitversetzt
25,0 g 119 kcal 1,2 g 0,8 g 5,4 g
Timing & Dosierung

Wann und wie du Protein einnimmst, entscheidet über das Ergebnis

Die meisten Sportler konzentrieren sich ausschließlich auf die Menge — dabei zeigt die aktuelle Studienlage, dass das Timing und die Verteilung über den Tag mindestens genauso entscheidend sind. Ein einzelner 50-g-Shake nach dem Training ist weniger effektiv als vier gleichmäßig verteilte Portionen von 25 g.

Das sogenannte anabole Fenster ist breiter als lange angenommen: Bis zu zwei Stunden nach dem Training reagiert dein Körper besonders sensibel auf zugeführtes Eiweiß. Doch auch die Mahlzeiten davor und danach spielen eine zentrale Rolle für die Muskelproteinsynthese.

  • 30 Min. vor dem Training — 20–25 g Whey Isolat für schnelle Aminosäureverfügbarkeit
  • Direkt nach dem Training — 25–30 g Whey mit schnellen Kohlenhydraten für maximale Synthese
  • Vor dem Schlafen — 30 g Casein für eine gleichmäßige Versorgung über 7–8 Stunden
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96% Bioverfügbarkeit bei optimalem Timing
48 Studien belegen den Timing-Effekt
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0% Proteingehalt Pro Portion durch Cross-Flow-Mikrofiltration — einer der höchsten Werte auf dem Markt
0g Eiweiß pro Shake Hochdosiertes Whey-Isolat für optimalen Muskelaufbau und schnelle Regeneration nach dem Training
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Zusammensetzung & Reinheit

  • Proteingehalt über 80 % pro Portion Bei einem 30-g-Scoop sollten mindestens 24 g reines Protein enthalten sein. Weniger deutet auf hohe Füllstoffanteile hin.
  • Vollständiges Aminosäureprofil deklariert Seriöse Hersteller listen alle essentiellen Aminosäuren einzeln auf — insbesondere den Leucin-Gehalt (mindestens 2,5 g pro Portion).
  • Keine Amino-Spiking-Tricks Günstige Aminosäuren wie Glycin oder Taurin werden manchmal zugesetzt, um den Proteinwert künstlich zu erhöhen. Ein ehrliches Produkt verzichtet darauf.

Herstellung & Zertifizierung

  • Unabhängige Laborprüfung nachweisbar Drittlabor-Zertifikate (z. B. Kölner Liste, Informed Sport) bestätigen, dass der Inhalt mit dem Etikett übereinstimmt und frei von Verunreinigungen ist.
  • Herstellung in der EU oder vergleichbar reguliertem Land GMP-zertifizierte Produktion in Deutschland, den Niederlanden oder Skandinavien garantiert strenge Hygienestandards und Rückverfolgbarkeit.
  • Schadstoffprüfung auf Schwermetalle Blei, Cadmium und Arsen können in pflanzlichem Protein vorkommen. Chargenweise Analyse mit veröffentlichten Werten ist ein Qualitätsmerkmal.

Zutatenliste & Transparenz

  • Kurze Zutatenliste ohne Chemie-Baukasten Ein Premium-Protein kommt mit 4–6 Zutaten aus. Mehr als 10 Inhaltsstoffe — insbesondere Verdickungsmittel, Farbstoffe oder künstliche Süßungsmittel — sind ein Warnsignal.
  • Proteinquelle an erster Stelle Zutaten werden nach Gewichtsanteil sortiert. Steht die Proteinquelle (Whey Isolat, Casein, Erbsenprotein) nicht an Position eins, stimmen die Prioritäten nicht.
  • Nährwerttabelle pro 100 g und pro Portion Nur mit beiden Angaben lassen sich Produkte fair vergleichen. Fehlende Pro-100-g-Angaben verschleiern oft ungünstige Verhältnisse.
Timing & Dosierung

Wann und wie du Protein einnimmst, entscheidet über das Ergebnis

Die meisten Sportler konzentrieren sich ausschließlich auf die Menge — dabei zeigt die aktuelle Studienlage, dass das Timing und die Verteilung über den Tag mindestens genauso entscheidend sind. Ein einzelner 50-g-Shake nach dem Training ist weniger effektiv als vier gleichmäßig verteilte Portionen von 25 g.

Das sogenannte anabole Fenster ist breiter als lange angenommen: Bis zu zwei Stunden nach dem Training reagiert dein Körper besonders sensibel auf zugeführtes Eiweiß. Doch auch die Mahlzeiten davor und danach spielen eine zentrale Rolle für die Muskelproteinsynthese.

  • 30 Min. vor dem Training — 20–25 g Whey Isolat für schnelle Aminosäureverfügbarkeit
  • Direkt nach dem Training — 25–30 g Whey mit schnellen Kohlenhydraten für maximale Synthese
  • Vor dem Schlafen — 30 g Casein für eine gleichmäßige Versorgung über 7–8 Stunden
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Häufig gestellte Fragen

Alles, was Sie über Proteinpulver wissen müssen

Von der optimalen Dosierung bis zur Wahl des richtigen Proteins — unsere Experten beantworten die wichtigsten Fragen rund um Eiweiß-Supplementierung und Muskelaufbau.

Für optimalen Muskelaufbau empfiehlt die aktuelle Studienlage 1,6 bis 2,2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht täglich. Bei einem Körpergewicht von 80 kg entspricht das 128 bis 176 Gramm Protein. Diese Menge sollte idealerweise über 3–5 Mahlzeiten verteilt werden, um die Muskelproteinsynthese konstant aufrechtzuerhalten. Ein hochwertiges Whey-Protein nach dem Training kann dabei helfen, das tägliche Ziel zuverlässig zu erreichen.

Jede Proteinquelle hat spezifische Vorteile: Whey Protein wird besonders schnell absorbiert und eignet sich ideal direkt nach dem Training — es liefert alle essenziellen Aminosäuren in hoher Konzentration, insbesondere Leucin. Casein wird langsam verdaut und sorgt über Stunden für eine konstante Aminosäureversorgung, perfekt als Abendprotein. Pflanzliches Protein (Erbse, Reis, Soja) ist die optimale Wahl bei Laktoseintoleranz oder veganer Ernährung. Durch gezielte Kombination mehrerer pflanzlicher Quellen erreichen Sie ein vollständiges Aminosäureprofil.

Das sogenannte „anabole Fenster" ist größer als früher angenommen — Studien zeigen, dass eine Proteinzufuhr innerhalb von 2 Stunden nach dem Training die Muskelproteinsynthese optimal unterstützt. Wichtiger als der exakte Zeitpunkt ist jedoch die gesamte Tagesproteinzufuhr. Ein Shake direkt nach dem Training ist praktisch und effektiv, aber kein Muss. Morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafen sind ebenfalls strategisch wertvolle Zeitpunkte, da der Körper über Nacht in eine katabole Phase geraten kann.

Bei gesunden Menschen gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass eine erhöhte Proteinzufuhr die Nieren schädigt. Mehrere Langzeitstudien mit Athleten, die dauerhaft über 2 g/kg Protein konsumieren, zeigen keine negativen Auswirkungen auf die Nierenfunktion. Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr — mindestens 2,5 Liter täglich bei hohem Proteinkonsum. Personen mit vorbestehenden Nierenerkrankungen sollten allerdings ihren Arzt konsultieren, bevor sie die Proteinzufuhr erhöhen.

Achten Sie auf diese fünf Qualitätsmerkmale: Proteingehalt pro Portion — mindestens 80 % des Gesamtgewichts sollte reines Protein sein. Aminosäureprofil — ein hoher Leucin-Anteil (mind. 2,5 g pro Portion) ist entscheidend für die Muskelproteinsynthese. Unabhängige Laboranalysen — seriöse Hersteller lassen jede Charge extern prüfen und veröffentlichen die Ergebnisse. Zutatenliste — je kürzer, desto besser. Vermeiden Sie Produkte mit langen Listen an Zusatzstoffen, künstlichen Süßungsmitteln oder Füllstoffen. Herkunft und Zertifizierung — europäische Produktion nach ISO-Standards garantiert höchste Qualität.

Absolut — Protein ist tatsächlich der wichtigste Makronährstoff während einer Diät. Eine hohe Proteinzufuhr schützt die Muskelmasse im Kaloriendefizit, erhöht den Energieverbrauch durch den thermischen Effekt der Nahrung (ca. 20–30 % der Kalorien werden bei der Verdauung verbraucht) und sorgt für eine langanhaltende Sättigung. Studien zeigen, dass Personen mit höherem Proteinkonsum während einer Diät deutlich mehr Fettmasse und weniger Muskelmasse verlieren. Ein Proteinshake als Zwischenmahlzeit kann Heißhunger effektiv vorbeugen.